Unser Jahresrückblick macht sichtbar, wie viel Nähe, Vertrauen und Unterstützung im vergangenen Jahr entstanden sind. In Trauergruppen, vielen Einzelgesprächen und durch die Begleitung von Familien, Schulen und Einrichtungen entstanden Räume, in denen Kinder und Jugendliche mit ihrer Trauer nicht allein sind und neue Hoffnung finden konnten.
Kindertrauergruppen und Einzelgespräche
Die Wolkenschieber bestehend aus einer hauptamtlichen und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitenden standen Kindern, Jugendlichen, Eltern und Großeltern zur Seite. In den Gruppen, die sie anbieten, entsteht ein besonderer Raum: ein Ort, an dem Trauer sein darf und an dem gleichzeitig Hoffnung wachsen kann. Durch Gespräche, kreative Methoden und stille Momente erleben Kinder und ihre Familien, dass sie mit ihrem Schmerz nicht allein sind.
Zum ersten Mal konnten wir zwei parallele Kindertrauergruppen für Grundschulkinder und ihre Angehörigen anbieten. Vier Familien begleiteten wir jeweils über 14 Wochen hinweg. In dieser Zeit entstanden Vertrauen, Nähe und ein Gefühl von „Wir schaffen das gemeinsam“. Die Gruppen boten Halt, Verständnis und die Möglichkeit, über das zu sprechen, was sonst oft unausgesprochen bleibt.
Besondere Momente, die vielen Kindern und Erwachsenen lange in Erinnerung bleiben werden, waren der Besuch bei den Alpakas und das Taikotrommeln in Bielefeld. Diese Erlebnisse schenkten den Kindern Leichtigkeit, Mut und das Gefühl, wieder Kraft in sich zu spüren.
Viele Kinder kommen anfangs zögerlich zu uns. Die Unsicherheit ist groß. Schließlich ist Trauer ein schweres Thema. Doch unser großer Bewegungsraum hilft oft, die erste Anspannung zu lösen. Ein Junge, der eigentlich gar nicht kommen wollte, blieb an der Tür stehen, sah den großen Raum, strahlte und sagte: „Warum habt ihr nicht gleich gesagt, dass ihr eine Turnhalle habt.“ Ein Satz, der zeigt, wie wichtig es ist, Kindern Orte zu schenken, an denen sie sich sicher fühlen dürfen – auch in ihrer Trauer.
Beratung und Unterstützung von Institutionen
Die Wolkenschieber wurden verstärkt von Schulen, Kitas und sozialen Einrichtungen angefragt. Es gab zahlreiche fallbezogene Beratungen, Fortbildungen und Begleitungen nach Todesfällen im Team oder in der Elternschaft. Diese Arbeit zeigt, wie wichtig es ist, dass pädagogische Fachkräfte gut vorbereitet sind, um Kinder in Krisen zu unterstützen.
Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit
Mit Vorträgen, Workshops, Lesungen und Infoständen war der Verein im präsent. Themen wie Resilienz, kreative Trauermethoden oder Kinder auf Beerdigungen fanden große Resonanz. Ein neuer Newsletter, ein überarbeiteter Flyer, die neugestaltete Website sowie Presseberichte – darunter ein großer Artikel in Die Glocke – sorgten dafür, dass immer mehr Menschen von den Angeboten erfahren.
Finanzielle Unterstützung und wichtige Anschaffungen
Dank wiederkehrender Spenden und vieler Einzelzuwendungen konnten wichtige Anschaffungen wie Möbel für die Trostoase, ein Materialschrank sowie Laptop und Handy realisiert werden. Diese Unterstützung ermöglicht es dem Verein, seine Arbeit nachhaltig fortzuführen. Unsere besondere Spardose ist ein Stoffesel, der gern Geldstücke oder Scheine nimmt und gegen Schokoladentaler tauscht.
Ausblick auf 2026
Für das kommende Jahr liegt ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm vor und erstmals ist es ergänzt durch ein eigenes Jahresprogramm für betroffene Familien. Zudem entsteht eine neue Befähigungsreihe für Ehrenamtliche, die Kinder in Trauer begleiten möchten.
Weihnachtsgruß und Neujahrswunsch
In dieser besonderen Zeit denken wir an alle Familien, die einen schweren Verlust tragen, und an jene, die ihnen liebevoll zur Seite stehen. Möge das Licht der Weihnacht Wärme in dunkle Tage bringen und Hoffnung dort wachsen, wo Schmerz ist.

Die Wolkenschieber wünschen
eine friedvolle Weihnachtszeit und ein neues Jahr 2026
voller Zuversicht und Verbundenheit.









