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		<title>Herzlich Willkommen Christiane Keller</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ES-K]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 08:17:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Wolkenschieber Gütersloh freuen sich über Verstärkung in der Geschäftsstelle: Ab dem 1. September 2026 unterstützt Christiane Keller das Team an zwei Vormittagen in der Woche. Bekanntes Gesicht &#8211; neue Aufgabe Christiane Keller ist bei den Wolkenschiebern längst keine Unbekannte. Seit zwei Jahren bereichert sie das Team bereits ehrenamtlich und bringt dabei viel Erfahrung und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wolkenschieber-ev.de/herzlich-willkommen-christiane-keller/">Herzlich Willkommen Christiane Keller</a> erschien zuerst auf <a href="https://wolkenschieber-ev.de">Wolkenschieber e.V.</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Wolkenschieber Gütersloh freuen sich über Verstärkung in der Geschäftsstelle: Ab dem 1. September 2026 unterstützt Christiane Keller das Team an zwei Vormittagen in der Woche.</p>



<span id="more-2462"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Bekanntes Gesicht &#8211; neue Aufgabe</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Christiane Keller ist bei den Wolkenschiebern längst keine Unbekannte. Seit zwei Jahren bereichert sie das Team bereits ehrenamtlich und bringt dabei viel Erfahrung und Fachwissen mit. Viele Jahre leitete sie ein Familienzentrum in Gütersloh und kennt dadurch die vielfältigen Bedürfnisse von Kindern, Familien und Erwachsenen sehr gut.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erreichbarkeit, Organisation und Herzlichkeit im Fokus</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit ihrer strukturierten und herzlichen Art möchte sie sich künftig noch stärker in die Arbeit der Wolkenschieber einbringen. „Ich liebe einerseits Listen und Struktur, vor allem aber das Zusammensein mit Menschen. Ich freue mich, mich in Zukunft noch mehr in die Arbeit der Wolkenschieber einbringen zu können&#8220;, sagt Christiane Keller.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Engagement für Kinder und Erwachsene</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Christiane Keller liegt das Wohlergehen von Kindern und Erwachsenen besonders am Herzen &#8211; eine Haltung die ihr Handeln besonders prägt.  Dank ihrer langjährigen Erfahrung, ihres unermüdlichen Engagements und ihrer Freude an guter Organisation ist sie eine wertvolle Unterstützung für die Arbeit der Wolkenschieber. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Neue Telefonzeiten ab September</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Verstärkung in der Geschäftsstelle ändert sich auch unsere telefonische Erreichbarkeit. Ab dem 1. September 2026 sind wir zu folgenden Zeiten telefonisch erreichbar:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Dienstag: 9:30 &#8211; 12:00 Uhr</li>



<li>Mittwoch: 15:30 &#8211; 18:00 Uhr</li>



<li>Donnerstag: 9:30 &#8211; 12:00 Uhr</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Ein herzliches Willkommen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir freuen uns sehr über die Verstärkung und heißen Christiane Keller herzlich willkommen! Schön, dass du da bist und deine Erfahrung und dein Engagement künftig noch stärker bei den Wolkenschiebern einbringst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Fortbildung: Wenn Kinder trauern &#8211; Wissen, Verständnis und praktische Hilfe für die Begleitung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[HeKa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2026 13:44:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Kinder und Jugendliche einen geliebten Menschen verlieren, brauchen sie Erwachsene, die ihnen zuhören, ihre Gefühle ernst nehmen und sie auf ihrem individuellen Weg .durch die Trauer begleiten. Genau hier setzt die fünfteilige Fortbildungsreihe „Kindertrauer begleiten“ der Wolkenschieber an. Ab Januar 2027 vermittelt die Fortbildung fundiertes Wissen, eine unterstützende Haltung und praktische Methoden für die [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Wenn Kinder und Jugendliche einen geliebten Menschen verlieren, brauchen sie Erwachsene, die ihnen zuhören, ihre Gefühle ernst nehmen und sie auf ihrem individuellen Weg .durch die Trauer begleiten. Genau hier setzt die fünfteilige <strong>Fortbildungsreihe „Kindertrauer begleiten“</strong> der Wolkenschieber an. </p>



<span id="more-2471"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Ab Januar 2027 vermittelt die Fortbildung fundiertes Wissen, eine unterstützende Haltung und praktische Methoden für die ehrenamtliche Begleitung trauernder Kinder und Jugendlicher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In fünf aufeinander aufbauenden Modulen erhalten die Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in die Besonderheiten kindlicher und jugendlicher Trauer. Auf dem Programm stehen unter anderem alterstypische Trauerreaktionen, verschiedene Trauermodelle und erschwerte Trauerverläufe. Darüber hinaus lernen die Teilnehmenden kreative Methoden kennen, mit denen Kinder und Jugendliche ihre Trauer ausdrücken und verarbeiten können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Kommunikation und Gesprächsführung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Kinder trauern anders als Erwachsene. Sie brauchen Raum für ihre Gefühle, aber auch Menschen, die ihre Signale verstehen und ihnen Sicherheit geben“, so der Ansatz der Fortbildungsreihe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fortbildung richtet sich an alle, die sich für das Thema Kindertrauer interessieren und sich in diesem Bereich beruflich oder ehrenamtlich engagieren möchten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Informationsabend am 16. November 2026</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wer sich zunächst über Inhalte, Ablauf und Möglichkeiten der ehrenamtlichen Mitarbeit informieren möchte, ist herzlich zum Infoabend am Montag, 16. November 2026 um 19 Uhr, eingeladen. Die Veranstaltung findet in den Räumen der Wolkenschieber, Winkelstraße 1 in Gütersloh, statt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Anmeldung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Melden SIe sich zum Informationsabend an:</p>


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		<title>Einblicke in die Kindertrauergruppe der Wolkenschieber</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ES-K]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 13:44:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In diesem Artikel wird von den Erfahrungen und Beobachtungen in einer Kindertrauergruppe berichtet.Wenn ein vertrauter Mensch gestorben ist, sind sich Eltern oft nicht sicher, wie sie ihre Kinder gut begleiten können. Warum Eltern eine Kindertrauergruppe wählen Es gibt verschieden Beweggründe für die Anmeldung in einer Kindertrauergruppe: Die meisten Eltern haben noch nichts von Kindertrauergruppen (Kinder [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">In diesem Artikel wird von den Erfahrungen und Beobachtungen in einer Kindertrauergruppe berichtet.<br>Wenn ein vertrauter Mensch gestorben ist, sind sich Eltern oft nicht sicher, wie sie ihre Kinder gut begleiten können.</p>



<span id="more-2426"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Eltern eine Kindertrauergruppe wählen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt verschieden Beweggründe für die Anmeldung in einer Kindertrauergruppe:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Eltern möchten nach einem gravierenden Verlust vorsorglich etwas für das Kind tun.</li>



<li>Das Kind spricht nicht mit seinen Eltern über die Trauer.</li>



<li>Das Kind hat sich verändert.</li>



<li>Die Schule weist auf Verhaltensänderungen des Kindes hin und empfiehlt eine Trauergruppe.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten Eltern haben noch nichts von Kindertrauergruppen (Kinder von 6 bis 10 Jahren) gehört und fragen sich, was in einer Kindertrauergruppe passiert und ob es ihrem Kind helfen könnte. Manche Eltern haben Sorge, ob sich die Ängste des Kindes verstärken, wenn es von den Verlusterlebnissen anderer Kinder hört.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was in der Gruppe passiert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht in der Trauergruppe darum, jedem Kind mit seiner persönlichen Trauergeschichte und allen Gefühlen, die dazu gehören, Raum zu geben. Wir richten den Blick auch nach vorne, um ein gutes Weiterleben mit der Trauer zu ermöglichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein sicherer Ort &#8211; Gemeinschaft und geteilte Erfahrung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Gruppengemeinschaft erfahren die Kinder, dass sie nicht allein sind und dass es auch andere Kinder gibt, bei denen ein Mensch gestorben ist. Jedes Kind der Gruppe hat Verlust erfahren, dass erleichtert es, in der Gruppe offen zu sein. Hier sind Trauer und Verlust normal. Alle Kinder teilen die gleiche Erfahrung. Es ist gut zu wissen, dass die Anderen auch „Trauer-Wut&#8220; kennen oder die besondere Leere, die an eigentlich schönen Tagen wie Geburtstag eintritt. Die Gruppe bietet auf besondere Weise einen sicheren Ort und ein tragendes Netz. Es gibt keine „schlechten“ Gefühle. Jedes Kind kann so sein, wie es sich gerade fühlt, ohne es benennen zu müssen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Ablauf eines Treffens &#8211; Begrüßung, Symbole, Rituale</h2>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Jedes Treffen beginnt mit einer Begrüßungsrunde, bei der ein Stein mit Symbolen wie Sonne, Wolke, Konfetti, Herz, Träne, etc. herumgegeben wird. Es geht darum, dass die Kinder Worte für ihre Gefühle finden. Oft werden Ereignisse aus dem Alltag berichtet,(da Kinder im Hier und Jetzt leben) aus der Familie oder aus der Schule. Es können schöne oder schwierige Momente gewesen sein. Manchmal zeigen die Kinder auch nur ein Symbol und möchten nicht sprechen. In den ersten Stunden, der gemeinsamen Zeit, teilen die Kinder einmal mit, wer gestorben ist, damit die Gruppe Bescheid weiß. Häufig gibt es noch ein zweites Kind, dessen Mutter gestorben ist oder das um seinen Opa trauert. Es ist gut, es auszusprechen und die anderen wissen zu lassen, um wen man trauert. Wenn es das Kind nicht selber sagen kann oder möchte, fragt die Begleiterin, ob sie es sagen darf.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Gefühle haben Platz &#8211; Von Wut bis Neid</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kinder haben für ihre Gefühle nicht automatisch Worte. Das muss gelernt werden. In den Gruppen beschäftigen wir uns viel mit der großen Vielfalt der Trauergefühle und lernen sie auszudrücken und Worte zu finden. Hierbei hilft uns das Spiel, Geschichten und kreatives Material. Manchmal dauert es auch mehrere Gruppenstunden, bis ein Kind etwas von seiner Situation erzählt. Kinder haben die Fähigkeit, die Intensität ihrer Gefühle oder Emotionen unbewusst zu steuern und können sich so vor Überforderung schützen. Sie suchen in der Gruppe auch einfach nach Normalität und freuen sich über Spielpartner. Meistens geht es fröhlich zu, manchmal etwas nachdenklich und traurig, auf jeden Fall sehr lebendig. Hier gibt es keine schlechten oder unerlaubten Gefühle, alles darf gezeigt werden: wütend oder ärgerlich sein, traurig oder verstummt sein, das Beste und Meiste für sich haben wollen, neidisch sein, dagegen sein oder nicht mitmachen wollen. Trotz dieser Unterschiedlichkeit, ist es den Begleiterinnen sehr wichtig, einen wohlwollenden und respektvollen Umgang miteinander in der Gruppe zu üben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bewegung und Kreativität als Halt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den kreativen und psychomotorischen Angeboten handelt es sich nicht einfach um Basteln und Toben, sondern um speziell ausgewählte Methoden (angepasst an die Situation der Gruppe) Alle Farben der Gefühle stehen immer wieder im Vordergrund und werden auf verschiedenste Weise sichtbar und fühlbar gemacht und können so leichter begriffen werden. Neben den kreativen Angeboten ist auch Bewegung in Form von Hüpfen, Rennen und Balancieren von großer Wichtigkeit. Der Einsatz des Körpers für Geschicklichkeit, Kraft und Balance hilft den Kindern Selbstbewusstsein, Selbstwirksamkeit und Stabilität zu finden, wenn ihre Welt aus dem Gleichgewicht geraten ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Entwicklung über ein halbes Jahr &#8211; Vom &#8222;Ich bin ich &#8220; zum &#8222;Wir&#8220;</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-794e3cfa wp-block-columns-is-layout-flex">
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://wolkenschieber-ev.de/wp-content/uploads/2026/08/IMG_5243-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2442" srcset="https://wolkenschieber-ev.de/wp-content/uploads/2026/08/IMG_5243-1024x1024.jpg 1024w, https://wolkenschieber-ev.de/wp-content/uploads/2026/08/IMG_5243-300x300.jpg 300w, https://wolkenschieber-ev.de/wp-content/uploads/2026/08/IMG_5243-150x150.jpg 150w, https://wolkenschieber-ev.de/wp-content/uploads/2026/08/IMG_5243-768x768.jpg 768w, https://wolkenschieber-ev.de/wp-content/uploads/2026/08/IMG_5243-1536x1536.jpg 1536w, https://wolkenschieber-ev.de/wp-content/uploads/2026/08/IMG_5243-2048x2048.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Gruppe trifft sich im zweiwöchigen Rhythmus für ungefähr ein halbes Jahr, in denen die Kinder eine Entwicklung durchlaufen. Zu Beginn der gemeinsamen Zeit, stehen die Stärkung des einzelnen Kindes, das gegenseitige Kennenlernen und das Vertrautwerden mit dem &#8222;Neuen&#8220; im Vordergrund. Im Verlauf der Treffen wächst die Gruppe eng zusammen, sodass eine große Vertrautheit und auch Freundschaften entstehen. Oft bleiben die Familien auch nach dem Ende der gemeinsamen Zeit verbunden und treffen sich in eigener Regie weiter</p>



<h2 class="wp-block-heading">Parallelangebot für Eltern &#8211; Austausch mit Begleitung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur Kindergruppe bleiben die Eltern vor Ort und können sich untereinander in Begleitung einer Mitarbeiterin der Wolkenschieber auch zu ihren Erfahrungen austauschen. Nach diesen Gesprächen bereiten die Eltern einen kleinen Snack für die Kinder vor, der vor Abschluss des Nachmittages gemeinsam gegessen wir.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Kinder Zuhause oft schweigen und in der Gruppe reden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Hause reden die Kinder oftmals nicht mit den Eltern über ihre Traurigkeit, weil sie ein feines Gespür dafür haben, dass es den Eltern auch gerade nicht gut geht und die Kinder die Eltern schützen wollen. In der Gruppe müssen die Kinder keine Rücksicht nehmen. Hier ist auch etwas möglich, was Zuhause gerade nicht geht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was uns ein Lächeln ins Herz zaubert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Gruppe von Kindern baute gemeinsam am Ende jeder Stunde eine Bude und unterstützten sich gegenseitig dabei. Als  die Bude fertig war, saßen die Kinder gemütlich darin und feierten ihren Erfolg mit Keksen. Kinder zeigen oft am Ende der Stunde stolz ihre Kunstwerke. Manche Kinder fragen uns, ob sie wiederkommen dürfen oder ob sie auch mal bei den Wolkenschiebern übernachten dürfen. Das alles zeigt uns, dass sie sich wohl fühlen und in der Gruppe angekommen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kinder können mit ihrer Trauer lernen zu leben, wenn sie trauern dürfen und der Vielseitigkeit ihrer<br>Gefühle nach ihrem Tempo Ausdruck geben können.</p>
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		<title>Der große schwarze Vogel &#8211; Stefanie Höfler</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ES-K]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2026 10:48:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stefanie Höfler stellt in ihrem Kinderbuch „Der große schwarze Vogel“ ein Gedicht von Rose Ausländer voran. Es bereitet die Leser auf Abschied und Tod vor und ist auch ein Gedicht über das Leben. Der Titel des Buches bezieht sich auf einen realistischen Abschnitt: „Der Tod ist wie ein Flügelschlag, hatte Ma einmal gesagt. Sie liebte [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Stefanie Höfler stellt in ihrem Kinderbuch „Der große schwarze Vogel“ ein Gedicht von Rose Ausländer voran. Es bereitet die Leser auf Abschied und Tod vor und ist auch ein Gedicht über das Leben. Der Titel des Buches bezieht sich auf einen realistischen Abschnitt: „Der Tod ist wie ein Flügelschlag, hatte Ma einmal gesagt. Sie liebte solche Sprüche. Wie der Flügelschlag von einem großen schwarzen Vogel, der vorbeifliegt und sein Schatten fällt kurz auf die, die darunter sind…“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Davor: Eine glückliche Erinnerung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im ersten kursiv gedruckten Kapitel, überschrieben mit „Davor“, erzählt der 14-jährige Ben von seiner ersten bewussten Erinnerung als Vierjähriger an seine wilde, fröhliche Mutter, die in einem Kastanienbaum geklettert war, um Kastanien für ihn herunterzuwerfen. „Dabei glitzerte an ihr alles vor Freude.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Trauer und Abschied</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Roman erstreckt sich über 17 Kapitel bzw. den Zeitraum von acht Tagen. Zwischen diesen Kapiteln sind weitere kursiv gedruckte Kapitel. Ben erzählt darin von Erinnerungen, die er an seine Mutter hat und von Erlebnissen mit seinem Bruder, dem Freund Janus und einer Mitschülerin.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Als der 14-jährige Ben an einem sonnigen Oktobersonntag erwacht, muss er miterleben, wie sich im Zimmer nebenan Sanitäter darum bemühen, die bisher lebenslustige Mutter nach einem Herzstillstand wiederzubeleben. Doch leider bleibt bei der gerade 45-jährigen auch ein mehrfacher Defibrillator-Einsatz erfolglos. Bens Vater ist völlig schockiert; er verfällt in tiefe Lethargie und ist nahezu unfähig, all die jetzt notwendigen Schritte zu erledigen. Auch für Ben ist es furchtbar mit ansehen zu müssen, wie der Arzt den Totenschein ausstellt und die Männer des Bestattungsinstituts die Leiche der Mutter aus dem Haus tragen. Und er muss auch noch die unangenehmen Fragen der Kriminalpolizei über sich ergehen lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Freundschaft, Wut und Neubeginn</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf eigenen Wunsch geht er dennoch bereits am nächsten Tag wieder zur Schule, wohl wissend, dass er die Aufmerksamkeit seiner Schulklasse auf sich zieht und sich vielleicht neugierigen Fragen stellen muss. Doch immerhin steht ihm sein Freund Janus tröstend zur Seite. Auch eine Mitschülerin Lina zeigt Interesse an Ben. Später entwickelt sich daraus eine zarte Liebesgeschichte. Beide verbindet ein hartes Schicksal: Linas Bruder liegt nach einem Unfall seit Monaten im Koma. Lina sieht sich als „Expertin für den Tod“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Bens sechsjähriger Bruder Krümel hat seine eigene Art, mit dem Tod der Mutter umzugehen. Er baut beispielsweise ein kleines Mausoleum und bricht mit Bens Hilfe in die Friedhofskapelle ein, um den Sarg, in dem die Mutter liegt, ringsherum bunt anzumalen. Die Beerdigung gerät zu einem bedrückenden Vorfall. Der Vater widerspricht den salbungsvollen Worten des Grabredners und verlässt den Friedhof. Später zerstört er auch noch das Ehebett mit einer Axt. Auch in Ben entwickelt sich eine große Wut auf die Mutter, die die Familie verlassen hat. Trotzdem findet die kleine Restfamilie nach und nach wieder in den Alltag zurück.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit ihrem Roman „Der große schwarze Vogel“ hat sich Stefanie Höfler sehr behutsam und mit großem Einfühlungsvermögen dem Thema Tod und dessen Bewältigung gewidmet. „Der große schwarze Vogel“ mit seinem sehr berührenden Text dürfte vor allem hilfreich sein für jugendliche Leserinnen und Leser ab 12 Jahren. Die realistische Erzählung aus der Sicht des 14-jährigen Ben berührt und stimmt die Leserinnen und Leser nachdenklich. Trotz des schwierigen Themas gelingt es der Autorin, eine gewisse Leichtigkeit in den Text unterzubringen. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnet das Buch als „ein literarisches Juwel“. Wolfram Kleinemas schrieb diese Rezension. Er ist seit vielen Jahren Mitarbeiter bei den Wolkenschiebern.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Stefanie Höfler:</p>



<p class="has-large-font-size wp-block-paragraph">Der große schwarze Vogel: Roman</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beltz &amp; Gelberg</p>



<p class="wp-block-paragraph">ISBN: 978-3-407-74678-8</p>
</div>
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		<title>Lass mich (nicht) allein &#8211; trauernde Jugendliche verstehen Teil 2</title>
		<link>https://wolkenschieber-ev.de/lass-mich-nicht-allein-trauernde-jugendliche-verstehen-teil-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[ES-K]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 09:51:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem im 1. Teil des Artikels die entwicklungsgeschichtliche Situation der Jugendlichen dargestellt wurde, geht es nun um erwartbare Trauerreaktionen, um eigene Wünsche trauernder Jugendlicher und um mögliche Unterstützung. Trauer verläuft individuell. Dennoch gibt es Reaktionen, die nach einem Verlust häufig auftreten und zunächst als normale Bestandteile eines Trauerprozesses angesehen werden können. Erwartbare Trauerreaktionen Dazu gehören: [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Nachdem im 1. Teil des Artikels die entwicklungsgeschichtliche Situation der Jugendlichen dargestellt wurde, geht es nun um erwartbare Trauerreaktionen, um eigene Wünsche trauernder Jugendlicher und um mögliche Unterstützung. Trauer verläuft individuell. Dennoch gibt es Reaktionen, die nach einem Verlust häufig auftreten und zunächst als normale Bestandteile eines Trauerprozesses angesehen werden können.</p>



<span id="more-2375"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Erwartbare Trauerreaktionen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehören:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Weinen und tiefe Traurigkeit</li>



<li>Antriebslosigkeit und Erschöpfung</li>



<li>Rückzug von Familie oder sozialen Aktivitäten</li>



<li>verstärkte Ängste und Sorgen</li>



<li>Wut, Gereiztheit oder rebellisches Verhalten</li>



<li>scheinbares Desinteresse</li>



<li>ein starker Drang nach Ablenkung</li>



<li>ein verstärktes Bedürfnis nach Nähe und Sicherheit</li>



<li>erhöhtes Schlafbedürfnis</li>



<li>Schamgefühle</li>



<li>Schuldgefühle</li>



<li>Gefühle der Erleichterung, bspw. nach einer langen Krankheitsphase des Verstorbenen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade Schuld- und Schamgefühle beschäftigen viele Jugendliche. Sie fragen sich, ob sie etwas hätten anders machen können oder ob sie dem Verstorbenen gegenüber immer fair gewesen sind.<br>Auch Erleichterung wird häufig als belastend erlebt. Wenn ein Mensch lange schwer krank war, können Jugendliche Erleichterung darüber empfinden, dass das Leiden beendet ist. Viele erschrecken über diese Gefühle und halten sie für unangemessen. Tatsächlich gehören widersprüchliche Emotionen oft zum normalen Trauerprozess.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Wunsch nach Normalität</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine wichtige Besonderheit jugendlicher Trauer ist der Wunsch, möglichst normal weiterzuleben.<br>Viele Jugendliche möchten nicht auffallen und keine Sonderrolle einnehmen. Sie wollen weiterhin Teil ihrer Klasse, ihrer Sportmannschaft oder ihres Freundeskreises sein. Sie möchten nicht ausschließlich über ihre Trauer definiert werden.<br>Schule, Hobbys, Freizeitaktivitäten und soziale Kontakte bieten Orientierung und Stabilität. Sie helfen dabei, den Alltag aufrechtzuerhalten und Momente der Entlastung zu erleben.<br>Manche Erwachsene interpretieren dieses Bedürfnis nach Normalität als Verdrängung. Häufig ist jedoch das Gegenteil der Fall: Gerade die Möglichkeit, zeitweise nicht an den Verlust denken zu müssen, unterstützt die Verarbeitung der Trauer.<br>Jugendliche brauchen daher sowohl Raum für ihre Gefühle als auch die Erlaubnis, unbeschwerte Momente zu erleben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was Bezugspersonen tun können</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eltern, Großeltern, Lehrpersonen und andere Fachkräfte müssen Trauer nicht lösen. Sie können den Verlust nicht ungeschehen machen. Was Jugendliche jedoch dringend benötigen, sind verlässliche Erwachsene, die präsent bleiben.<br>Hilfreich ist es,</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Gesprächsangebote zu machen, ohne Druck auszuüben.</li>



<li>aufmerksam zuzuhören, statt vorschnell Ratschläge zu geben.</li>



<li>unterschiedliche Gefühle zuzulassen und nicht zu bewerten.</li>



<li>Rückzug nicht automatisch als Ablehnung zu verstehen.</li>



<li>weiterhin Interesse am Alltag der Jugendlichen zu zeigen.</li>



<li>Freundschaften und Freizeitaktivitäten zu unterstützen.</li>



<li>Geduld mit wechselnden Gefühlen und Verhaltensweisen zu haben.</li>



<li>bei Bedarf Schule, Ausbildungsbetrieb oder andere Bezugspersonen einzubeziehen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Oft genügt bereits die Botschaft: &#8222;Du musst das nicht allein schaffen. Ich bin da, wenn du mich brauchst.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wann zusätzliche Hilfe sinnvoll ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten Jugendlichen finden mit Unterstützung ihres Umfelds einen Weg, mit ihrer Trauer zu leben. Dennoch gibt es Situationen, in denen professionelle Hilfe sinnvoll oder notwendig sein kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besorgniserregende Anzeichen sind insbesondere:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>anhaltender Rückzug, Aggressivität oder Teilnahmslosigkeit über mehrere Wochen</li>



<li>chronische Kopf- oder Bauchschmerzen, Schlafstörungen oder Appetitlosigkeit, die länger als einen Monat bestehen</li>



<li>deutlicher Leistungsabfall in der Schule über die anfängliche Trauerphase hinaus</li>



<li>Kontaktabbruch zum Freundeskreis</li>



<li>Anzeichen von Selbstverletzungen</li>



<li>ausgeprägt riskantes Verhalten</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">In solchen Situationen sollte nicht gezögert werden, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jugendliche trauern anders, als Erwachsene häufig erwarten. Ihre Trauer ist oft widersprüchlich, wechselhaft und von außen schwer erkennbar. Sie bewegen sich zwischen dem Wunsch nach Nähe und dem Bedürfnis nach Rückzug, zwischen tiefer Traurigkeit und dem Versuch, den Alltag aufrechtzuerhalten.<br>Gleichzeitig trifft ein schwerer Verlust auf eine Lebensphase, die ohnehin von Orientierungssuche, Unsicherheit und Veränderung geprägt ist. Jugendliche brauchen deshalb keine perfekten Antworten auf ihre Fragen. Sie brauchen Menschen, die aufmerksam bleiben, ihre Reaktionen nicht vorschnell bewerten und ihnen verlässlich zur Seite stehen.<br>Sie brauchen vor allem verlässliche Beziehungen, Orientierung und die Gewissheit, dass Unterstützung verfügbar ist – auch dann, wenn sie diese nicht unmittelbar einfordern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diesen Artikel schrieb Linda Hüllbrock, die hauptamtich bei den Wolkenschiebern mitarbeitet.</p>
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		<title>Lass mich (nicht) allein &#8211; trauernde Jugendliche verstehen Teil 1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ES-K]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 12:24:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zur Arbeit der Wolkenschieber gehört auch die Begleitung von Jugendlichen. Es geht darum sie nicht allein zu lassen und zu versuchen, sie in ihrem Trauerprozess zu verstehen. In diesem zweiteiligen Artikel möchten wir unterschiedliche Aspekte bei der Begleitung von trauernden Jugendlichen aufzeigen. Wenn ein nahestehender Mensch stirbt, gerät die Welt ins Wanken. Das gilt für [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wolkenschieber-ev.de/trauernde-jugendliche-verstehen-teil-1/">Lass mich (nicht) allein &#8211; trauernde Jugendliche verstehen Teil 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://wolkenschieber-ev.de">Wolkenschieber e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Zur Arbeit der Wolkenschieber gehört auch die Begleitung von Jugendlichen. Es geht darum sie nicht allein zu lassen und zu versuchen, sie in ihrem Trauerprozess zu verstehen. In diesem zweiteiligen Artikel möchten wir unterschiedliche Aspekte bei der Begleitung von trauernden Jugendlichen aufzeigen.</p>



<span id="more-2358"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ein nahestehender Mensch stirbt, gerät die Welt ins Wanken. Das gilt für Kinder ebenso wie für Erwachsene. Jeder Verlust führt zunächst zu einer Verunsicherung. Gewohnte Sicherheiten brechen weg, Zukunftspläne verändern sich und vertraute Beziehungen fehlen plötzlich. Stirbt ein geliebter Mensch oder eine wichtige Bezugsperson, kann dies zu einer tiefen Instabilität führen – manchmal sogar zu einer existenziellen Krise.<br>Für Jugendliche stellt ein Todesfall häufig eine besondere Herausforderung dar. Sie befinden sich ohnehin in einer Lebensphase, die von Veränderungen, Unsicherheiten und Orientierungssuche geprägt ist. Der Verlust eines Elternteils, eines Geschwisters, eines Freundes oder einer anderen wichtigen Bezugsperson trifft sie daher in einer Zeit, in der viele Fragen bereits offen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trauernde Jugendliche werden jedoch oft missverstanden. Sie wirken nach außen nicht immer traurig, sprechen selten offen über ihre Gefühle und versuchen häufig, ihren Alltag möglichst normal weiterzuführen. Gerade deshalb ist es wichtig, ihre besondere Situation besser zu verstehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Trauer trifft auf eine ohnehin unsichere Lebensphase</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jugendliche stehen vor zentralen Entwicklungsaufgaben. Sie suchen nach ihrer Identität und ihrem Platz in der Welt. Fragen wie „Wer bin ich?“, „Wie möchte ich sein?“, „Woran möchte ich mich orientieren?“ oder „Wie soll mein Leben aussehen?“ begleiten diese Lebensphase.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits ohne Verlusterfahrung erleben viele Jugendliche ihren Alltag als herausfordernd. Sie müssen Entscheidungen treffen, Beziehungen gestalten, schulische Anforderungen bewältigen und ihren eigenen Weg finden. Kommt nun ein schwerer Verlust hinzu, erhöht sich diese Grundbelastung erheblich.<br>Hinzu kommt, dass Jugendliche heute in einer Welt aufwachsen, die von vielfältigen Krisen geprägt ist. Kriege, politische Konflikte, die Folgen des Klimawandels oder wirtschaftliche Unsicherheiten gehören für viele junge Menschen zum täglichen Nachrichtenbild. Viele erleben die Zukunft nicht als selbstverständlich sicher. Die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt findet daher häufig vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Unsicherheiten statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch familiäre Belastungen sind keine Seltenheit. Trennungen, Scheidungen, Patchwork-Konstellationen oder das Aufwachsen bei einem alleinerziehenden Elternteil prägen die Lebensrealität vieler Jugendlicher. Ein weiterer schwerer Verlust kann bestehende Unsicherheiten verstärken und die Stabilität des Familiensystems zusätzlich erschüttern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Todesverständnis von Jugendlichen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anders als jüngere Kinder verfügen Jugendliche über ein voll ausgeprägtes Todesverständnis. Sie begreifen die Unwiderbringlichkeit und Endgültigkeit des Todes. Sie wissen, dass Verstorbene nicht zurückkehren und dass der Verlust dauerhaft bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig setzen sie sich häufig intensiv mit existenziellen Fragen auseinander. Sie denken über den Sinn des Lebens nach, über Gerechtigkeit, über Sterblichkeit und über mögliche Vorstellungen eines Lebens nach dem Tod. Ein Todesfall kann solche Gedanken verstärken und die eigene Sicht auf die Welt nachhaltig verändern.<br>Besonders einschneidend ist der Tod eines Elternteils. Jugendliche machen sich in dieser Situation häufig Sorgen um die Zukunft der Familie, um finanzielle Sicherheit oder um den verbleibenden Elternteil. Fragen wie „Wer kümmert sich jetzt um uns?“, „Was wird aus unserer Familie?“ oder „Wie soll es weitergehen?“ können zu erheblichen Belastungen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei unterschätzen viele Jugendliche zunächst die Auswirkungen eines solchen Verlustes. Sie halten sich für stark, unabhängig und belastbar. Das entspricht ihrem Wunsch, erwachsen zu wirken und Verantwortung zu übernehmen. Nicht selten versuchen sie deshalb, ihre Gefühle zu kontrollieren oder den Eindruck zu vermitteln, alles im Griff zu haben. Erst Wochen oder Monate später wird sichtbar, wie sehr sie der Verlust tatsächlich erschüttert hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zwischen Ablösung und Orientierungslosigkeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Besonderheit des Jugendalters besteht darin, dass viele junge Menschen sich zunehmend von ihren Eltern lösen. Während jüngere Kinder ihre Eltern oft als wichtigste Vorbilder erleben, hinterfragen Jugendliche deren Ansichten und Werte. Sie entwickeln eigene Vorstellungen und suchen nach neuen Orientierungspunkten.<br>Wenn in dieser Phase ein Elternteil stirbt, kann dies die ohnehin bestehende Orientierungslosigkeit verstärken. Jugendliche verlieren dann nicht nur einen geliebten Menschen, sondern häufig auch einen wichtigen Bezugspunkt für ihre persönliche Entwicklung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ablösung von den Eltern wird dadurch nicht aufgehoben, sondern komplizierter. Manche Jugendliche reagieren mit verstärktem Rückzug, andere übernehmen früh Verantwortung für die Familie oder versuchen, besonders stark zu erscheinen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Erwachsene wirkt dieses Verhalten manchmal widersprüchlich. Tatsächlich spiegelt es oft den Versuch wider, mit einer Situation umzugehen, die die eigenen Bewältigungsmöglichkeiten übersteigt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die besondere Bedeutung von Freundschaften</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jugendalter gewinnen Gleichaltrige zunehmend an Bedeutung. Freundschaften werden wichtiger als zuvor, und viele persönliche Gespräche finden nicht mehr innerhalb der Familie statt, sondern im Freundeskreis.<br>Auch Trauer wird deshalb häufig mit engen Freundinnen und Freunden geteilt. Jugendliche vermeiden nicht selten Gespräche mit ihren Eltern, weil sie diese nicht zusätzlich belasten möchten. Besonders nach dem Tod eines Elternteils versuchen viele, den verbleibenden Elternteil zu schonen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet jedoch nicht, dass Freundschaften alle Bedürfnisse auffangen können. Nicht jeder Jugendliche verfügt über enge oder belastbare Beziehungen. Und selbst gute Freundinnen und Freunde stoßen manchmal an ihre Grenzen. Viele trauernde Jugendliche haben bisher nur wenige schwere Verlusterfahrungen gemacht. Die existenzielle Erschütterung durch den Tod eines Elternteils, Geschwisters oder engen Freundes übersteigt oft die Erfahrungen ihres sozialen Umfeldes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb bleiben verlässliche Erwachsene wichtige Bezugspersonen – auch dann, wenn Jugendliche dies nicht immer offen zeigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum trauernde Jugendliche häufig missverstanden werden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Erwachsene erwarten, dass Trauer sichtbar sein müsse. Sie gehen davon aus, dass ein trauernder Mensch traurig wirkt, viel weint und über seine Gefühle sprechen möchte. Jugendliche entsprechen diesem Bild jedoch häufig nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie trauern meist nicht dauerhaft sichtbar. Vielmehr wechseln sie zwischen Phasen intensiver Trauer und Momenten scheinbarer Normalität. Sie können nach der Schule antriebslos und tieftraurig auf ihr Bett sinken und am Abend mit Freunden lachen. Sie können sich an einem Tag zurückziehen und am nächsten scheinbar unbeschwert wirken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Wechsel ist kein Zeichen mangelnder Trauer. Vielmehr handelt es sich um einen wichtigen Schutzmechanismus. Jugendliche benötigen Pausen von ihrer Trauer, um psychisch nicht überfordert zu werden.<br>Hinzu kommt, dass Trauer sich oft anders zeigt als erwartet. Manche Jugendliche reagieren mit Wut statt mit Traurigkeit. Andere wirken desinteressiert oder gleichgültig. Wieder andere stürzen sich in Aktivitäten, Sport oder digitale Medien, um sich abzulenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rückzug wird häufig als Ablehnung oder Desinteresse missverstanden. Tatsächlich dient er oft dazu, Gefühle zu ordnen oder sich vor weiteren Belastungen zu schützen. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Trauerreaktionen den typischen Veränderungen der Pubertät ähneln. Stimmungsschwankungen, Konflikte mit Erwachsenen, Rückzug oder Gereiztheit können sowohl Ausdruck der Entwicklung als auch Ausdruck von Trauer sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem 2.Teil wird es um erwartbare Trauerreaktionen bei Jugendlichen gehen und darum was trauernde Jugendliche selbst wünschen und wie Bezugspersonen sie unterstützen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diesen Artikel schrieb Linda Hüllbrock, die hauptamtlich bei den Wolkenschiebern mitarbeitet.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Titelbild: iStockphoto/Olga Yastremska</p>
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		<title>Neue Kindertrauergruppe ab September</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 10:11:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Kinder oder Jugendliche einen geliebten Menschen verlieren, geraten ihre Gefühle oft in ein Chaos aus Trauer, Wut, Angst und Verwirrung. Die Wolkenschieber Gütersloh geben jungen Trauernden mit ihrer Kindertrauergruppe einen geschützten Raum, um mit ihren Gefühlen umzugehen – individuell, behutsam und im eigenen Tempo. Ausdruck jenseits der Worte Da Kinder komplexe Emotionen oft noch [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Wenn Kinder oder Jugendliche einen geliebten Menschen verlieren, geraten ihre Gefühle oft in ein Chaos aus Trauer, Wut, Angst und Verwirrung. Die Wolkenschieber Gütersloh geben jungen Trauernden mit ihrer Kindertrauergruppe einen geschützten Raum, um mit ihren Gefühlen umzugehen – individuell, behutsam und im eigenen Tempo.</p>



<span id="more-2351"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Ausdruck jenseits der Worte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Da Kinder komplexe Emotionen oft noch nicht sprachlich ausdrücken können, arbeiten die Wolkenschieber mit kreativen Methoden wie Malen, Musik, Basteln, Bewegung und gemeinsamem Spielen. Das ermöglicht einen nonverbalen Zugang zur Trauer. Diese Aktivitäten schaffen einen Puffer, der hilft, Emotionen behutsam zu verarbeiten.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Zu Beginn einer jeder Gruppenstunde erzählen, die Kinder wie es ihnen heute geht. Dieser Start ermöglicht ein gemeinsames Ankommen in der Runde. Dabei geht ein quadratischer Stein herum, auf dem unterschiedliche Symbole abgebildet sind. Sie stehen für verschiedene Gefühle. Eine blaue Träne steht für die Traurigkeit, eine Wolke für Wut oder Ärger, ein Herz für Liebe und buntes Konfetti deutet an, dass gerade viel durcheinander ist oder das Gefühl noch nicht klar zu benennen ist. Am Ende jeder Gruppeneinheit wird erneut reflektiert, ob sich etwas verändert hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gemeinsam getragen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den altersgerechten Gruppen erfahren Kinder: Ich bin nicht allein. Andere haben Ähnliches erlebt, teilen Gefühle und Gedanken. Dieses Gefühl von Verbundenheit stärkt – denn Verständnis durch Gleichaltrige ist oft wirksamer als viele Worte.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Auch Eltern finden Raum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeit der Wolkenschieber endet nicht bei den Kindern. Auch die Eltern erhalten Begleitung, um ihrer eigenen Trauer Raum zu geben. Wir unterstützen sie dabei, ihre Kinder sensibel zu begleiten und selbst Halt zu finden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neue Trauergruppe für Kinder startet im September</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im September beginnt eine neue Kindertrauergruppe für Kinder zwischen 6 und 11 Jahren, bei denen ein vertrauter Mensch gestorben ist. Es gibt 14 Treffen, jeweils 1,5 Stunden lang. Themen sind u.a.:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Sich kennenlernen</li>



<li>Erinnerungen an die verstorbene Person</li>



<li>Gefühle wie Trauer, Wut und Angst</li>



<li>Was Trost spenden kann und was hilft, wieder Kraft zu finden</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Vor Beginn der Gruppe gibt es ein Gespräch für Eltern oder Bezugspersonen, um Fragen zu klären. Es wird auch ein bis zwei gemeinsame Aktivitäten geben, die Freude machen und guttun. Die Teilnahme ist kostenlos.<br>Haben Sie Fragen? Möchten Sie mehr erfahren? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir freuen uns, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anmeldung unter: 0176 3886 4929</p>
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		<title>Buchbesprechung: Zwei Seiten eines Augenblicks</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ES-K]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 12:26:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jenny Valentine hat ein besonderes Talent dafür, die leisen, unscheinbaren Momente des Lebens so zu erzählen, dass sie plötzlich eine enorme Wucht bekommen. „Zwei Seiten eines Augenblicks“ knüpft genau daran an: ein Roman über Zufall und Schicksal, über Identität und die Frage, wie ein einziger Moment alles verändern kann. Worum geht es? Im Zentrum stehen [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Jenny Valentine hat ein besonderes Talent dafür, die leisen, unscheinbaren Momente des Lebens so zu erzählen, dass sie plötzlich eine enorme Wucht bekommen. „Zwei Seiten eines Augenblicks“ knüpft genau daran an: ein Roman über Zufall und Schicksal, über Identität und die Frage, wie ein einziger Moment alles verändern kann.</p>



<span id="more-2323"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Worum geht es?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum stehen zwei Jugendliche Mab und Elk, deren Leben auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Sie begegnen sich in einem Gartenlabyrinth. In dieser Freundschaft entwickeln sie sich von Kindern zu Jugendlichen. Dabei entdecken sie wie schön das Leben zu zweit sein kann. Doch ein einziger Augenblick — ein Unfall, ein Blick, eine Begegnung — verknüpft ihre Geschichten auf eine besondere Weise. Das zwingt sie, sich mit ihrer Vergangenheit und ihren Entscheidungen auseinanderzusetzen. Valentine erzählt diese Verflechtung aus wechselnden Perspektiven. Der Titel des Romans wird nicht nur programmatisch, sondern erzählerisch konsequent umgesetzt wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Stärken des Romans</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Atmosphärische Sprache: Valentine schreibt klar, poetisch und mit einer Sensibilität, die gerade junge Leserinnen und Leser sofort abholt, ohne je kitschig zu werden.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Authentische Figuren: Die Protagonisten wirken verletzlich, widersprüchlich und echt. Ihre Gedankenwelt ist fein beobachtet und glaubwürdig.</li>



<li>Spannende Struktur: Die zwei Perspektiven ergänzen sich, widersprechen sich manchmal und erzeugen genau dadurch eine Sogwirkung.</li>



<li>Themen mit Tiefgang: Identität, Verantwortung, Schuld, Freundschaft — Valentine verpackt große Fragen in eine intime, sehr menschliche Geschichte.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Für wen eignet sich das Buch?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es spricht Leserinnen und Leser an, die Coming-of-Age-Geschichten mögen, die nicht laut, sondern eindringlich sind. Für alle, die Romane schätzen, die psychologisch fein gearbeitet sind und die zeigen, wie komplex selbst ein einziger Moment sein kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Zwei Seiten eines Augenblicks“ ist ein stiller, aber intensiver Jugendroman, der lange nachhallt. Jenny Valentine beweist erneut, dass sie zu den Autorinnen gehört, die junge Menschen ernst nehmen und ihnen zutrauen, sich mit den schwierigen, manchmal schmerzhaften Facetten des Erwachsenwerdens auseinanderzusetzen. Ein kluges, berührendes Buch, das sowohl sprachlich als auch emotional überzeugt. Eine Hymne an die Freundschaft. </p>



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<div class="wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:50%">
<p class="wp-block-paragraph">Jenny Valentine<br>Zwei Seiten eines Augenblicks </p>



<p class="wp-block-paragraph">ISBN : 978-3-423-65046-5<br>dtv Reihe Hanser<br>ab 14 Jahre</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rezension schrieb Wolfram Kleinemas, <br>Mitarbeiter der Wolkenschieber e.V.</p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Wie Eltern ihren Kindern traurige Nachrichten überbringen</title>
		<link>https://wolkenschieber-ev.de/kindern-traurige-nachrichten-ueberbringen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[ES-K]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 May 2026 18:45:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Anleitung für schwierige Gespräche Es gibt Momente im Leben von Familien, die niemand vorbereiten kann. Situationen, in denen Eltern ihren Kindern traurige Nachrichten überbringen müssen sind die Trennung, der Tod eines geliebten Menschen, eine schwere Krankheit oder ein einschneidender Umzug. Viele Mütter und Väter haben dabei große Angst, etwas falsch zu machen oder ihr [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading"> Eine Anleitung für schwierige Gespräche</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt Momente im Leben von Familien, die niemand vorbereiten kann. Situationen, in denen Eltern ihren Kindern traurige Nachrichten überbringen müssen sind die Trennung, der Tod eines geliebten Menschen, eine schwere Krankheit oder ein einschneidender Umzug. </p>



<span id="more-2245"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Mütter und Väter haben dabei große Angst, etwas falsch zu machen oder ihr Kind unnötig zu belasten. Doch auch wenn es kein perfektes Vorgehen gibt, können bestimmte Grundprinzipien helfen, solche Gespräche achtsam und unterstützend zu gestalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Ehrlichkeit so wichtig ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kinder spüren sehr genau, wenn etwas nicht stimmt. Selbst wenn Erwachsene versuchen, schwierige Themen zu vermeiden oder zu beschönigen, nehmen Kinder die Stimmung wahr. Unausgesprochene Spannungen können bei Kindern sogar mehr Angst auslösen, als eine klare, ehrliche Erklärung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb gilt: Kinder brauchen Wahrheit – aber in einer Form, die sie verstehen können. Ehrlichkeit schafft Vertrauen und gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Gefühle einzuordnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der richtige Zeitpunkt und Rahmen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein gutes Gespräch braucht einen geschützten Rahmen. Wählen Sie dafür einen ruhigen Moment, am besten mit genügend Zeit und ohne weitere Termine im Anschluss. Ein vertrauter Ort – etwa das Wohnzimmer oder das Kinderzimmer – kann zusätzlich Sicherheit geben. Manche Familien setzen sich für schwierige Themen auch gerne auf den Fußboden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vermeiden Sie es, solche Nachrichten „zwischen Tür und Angel“ zu überbringen. Kinder brauchen Raum für Fragen, Reaktionen und Emotionen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Altersgerecht sprechen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Art und Weise, wie Kinder Informationen verarbeiten, hängt stark vom Alter ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kleine Kinder (ca. 3–6 Jahre) verstehen einfache, konkrete Aussagen. Vermeiden Sie abstrakte Erklärungen oder lange Ausführungen.<br>Grundschulkinder können Zusammenhänge besser erfassen, brauchen aber weiterhin klare und strukturierte Informationen.<br>Jugendliche möchten oft mehr Details und haben ein stärkeres Bedürfnis nach Mitbestimmung und offenen Gesprächen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig ist, sich an der Lebenswelt des Kindes zu orientieren. Konzentrieren Sie sich in diesem ersten Gespräch auf die Kerninformationen. Beantworten Sie erstmal nur die Fragen, die Ihrem Kind gerade wichtig sind. Für mehr Informationen und tiefere Gespräche ist auch in der kommenden Zeit noch Raum.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Klare und einfache Worte finden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade bei sehr schweren Themen neigen Erwachsene dazu, Dinge zu umschreiben. Doch zu viele Umschreibungen können Kinder verwirren oder sogar falsche Vorstellungen erzeugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Statt zu sagen: „Opa ist friedlich eingeschlafen“, ist es hilfreicher zu erklären: „Opa ist friedlich gestorben. Sein Herz hat aufgehört zu schlagen und er lebt nicht mehr.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das mag hart klingen, aber es hilft Kindern, die Realität besser zu begreifen und Missverständnisse zu vermeiden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gefühle zulassen &#8211; auch die eigenen</h2>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Kinder orientieren sich stark an den Emotionen ihrer Eltern. Es ist völlig in Ordnung, wenn Sie selbst traurig sind oder weinen. Das zeigt Ihrem Kind, dass Gefühle erlaubt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig sollten Sie versuchen, nicht völlig die Kontrolle zu verlieren, damit Ihr Kind sich weiterhin sicher fühlen kann. Es geht nicht darum, stark zu sein, sondern authentisch und gleichzeitig stabil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ermutigen Sie Ihr Kind, seine Gefühle auszudrücken:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wie fühlst du dich gerade?“<br>„Möchtest du darüber sprechen?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manche Kinder reagieren sofort emotional, andere ziehen sich zurück oder spielen weiter. Beides ist normal.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Auf Fragen eingehen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kinder stellen oft unerwartete Fragen – manchmal direkt, manchmal erst Tage später. Nehmen Sie diese Fragen ernst und beantworten Sie sie ehrlichund zugleich kindgerecht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Sie eine Antwort nicht wissen, dürfen Sie das auch sagen:<br>„Das weiß ich gerade nicht genau, aber wir können gemeinsam versuchen, es herauszufinden.“<br>Wichtig ist, offen zu bleiben und Gesprächsbereitschaft zu signalisieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sicherheit vermitteln</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Traurige Nachrichten können bei Kindern Unsicherheit oder Angst auslösen. Deshalb ist es besonders wichtig, ihnen Stabilität zu geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sätze wie:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich bin für dich da.“<br>„Wir schaffen das gemeinsam.“<br>„Du bist nicht allein.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">können sehr beruhigend wirken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Routinen im Alltag – feste Essenszeiten, Schule, Hobbys – geben Kindern Halt in unsicheren Zeiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schuldgefühle vermeiden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade jüngere Kinder beziehen Ereignisse oft auf sich selbst. Sie durchleben häufig eine Phase „magischen Denkens“ und könnten denken, dass sie irgendwie schuld sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sprechen Sie solche Gedanken aktiv an:<br>„Du hast daran keine Schuld.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Klarstellung ist entscheidend, um unnötige Belastungen zu vermeiden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nach dem Gespräch ist vor dem Gespräch</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein einmaliges Gespräch reicht selten aus. Kinder verarbeiten Informationen schrittweise und kommen oft später mit neuen Fragen oder Gefühlen zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Signalisieren Sie daher immer wieder:<br>„Du kannst jederzeit zu mir kommen, wenn du reden möchtest.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch gemeinsame Aktivitäten – spielen, spazieren gehen, vorlesen – können helfen, emotionale Nähe aufrechtzuerhalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trauer ist eine normale Reaktion auf einen Verlust. In manchen Situationen kann es dennoch hilfreich sein, Unterstützung von außen zu holen – etwa durch Kinderpsychologen oder von den Wolkenschiebern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anzeichen dafür können sein:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>anhaltende starke Ängste</li>



<li>auffällige Verhaltensänderungen</li>



<li>Schlafprobleme über längere Zeit</li>



<li>starke Schuldgefühle</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Sich Hilfe zu holen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Verantwortung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kindern traurige Nachrichten zu überbringen gehört zu den schwierigsten Aufgaben im Elternsein. Es gibt keine perfekten Worte und keinen idealen Moment. Doch Kinder brauchen vor allem eines: ehrliche, liebevolle Begleitung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Eltern offen, einfühlsam und präsent sind, können Kinder auch schwere Situationen verarbeiten und daran wachsen. Entscheidend ist nicht, alles richtig zu machen – sondern für das Kind da zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn selbst in traurigen Momenten kann etwas sehr Wichtiges entstehen: Vertrauen, Nähe und das Gefühl, gemeinsam durch schwere Zeiten zu gehen.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bildnachweis: Ben White &#8211; unsplash.com, Talal Sajid &#8211;<strong> </strong>vecteez.com</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Kindertrauer und Wut &#8211; Wenn Gefühle überkochen</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 16:31:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kindertrauer zeigt sich in vielen Ausdrücken: Neben der großen Sehnsucht und dem Vermissen kommen häufig auch Ängste und Verunsicherung hinzu. Ebenso häufig erleben wir Kinder, die ihre Traurigkeit nicht durch Tränen zeigen, sondern die auf dieses große unangenehme Gefühl im Bauch mit Wut reagieren. Wut spielt in der Kindertrauer eine große Rolle und kann Eltern, [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Kindertrauer zeigt sich in vielen Ausdrücken: Neben der großen Sehnsucht und dem Vermissen kommen häufig auch Ängste und Verunsicherung hinzu. Ebenso häufig erleben wir Kinder, die ihre Traurigkeit nicht durch Tränen zeigen, sondern die auf dieses große unangenehme Gefühl im Bauch mit Wut reagieren. </p>



<span id="more-2216"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Wut spielt in der Kindertrauer eine große Rolle und kann Eltern, Bezugspersonen oder pädagogische Fachkräfte verunsichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kinder trauern anders als Erwachsene. Das Phänomen, dass Kinder ihre Trauer nicht durchgehend erleben, sondern in einem Moment fröhlich spielen, und im anderen die Welt zusammenbricht, bezeichnet man als Trauern in „Trauerpfützen“. Während Erwachsene oft in einem Meer von Traurigkeit zu ertrinken drohen, springen Kinder kurz und intensiv in die Trauerpfütze, kommen dann aber auch wieder aus dem tiefen Gefühl heraus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum zeigt sich Kindertrauer als Wut?</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-794e3cfa wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:60%">
<p class="wp-block-paragraph">Insbesondere jüngere Kinder verfügen noch nicht über die sprachlichen und emotionalen Fähigkeiten, um komplexe Gefühle wie Verlust und Ohnmacht klar auszudrücken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wut ist für sie oft leichter zugänglich. Sie kann sich gegen andere richten, gegen sich selbst oder scheinbar grundlos auftreten. Hinter der Wut steckt häufig die Frage:Warum ist das passiert? oder Warum konnte das niemand verhindern?</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:40%">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://wolkenschieber-ev.de/wp-content/uploads/2026/04/Wut-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="732" src="https://wolkenschieber-ev.de/wp-content/uploads/2026/04/Wut-1024x732.jpg" alt="" class="wp-image-2232" srcset="https://wolkenschieber-ev.de/wp-content/uploads/2026/04/Wut-1024x732.jpg 1024w, https://wolkenschieber-ev.de/wp-content/uploads/2026/04/Wut-300x214.jpg 300w, https://wolkenschieber-ev.de/wp-content/uploads/2026/04/Wut-768x549.jpg 768w, https://wolkenschieber-ev.de/wp-content/uploads/2026/04/Wut-1536x1097.jpg 1536w, https://wolkenschieber-ev.de/wp-content/uploads/2026/04/Wut-2048x1463.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Manche Kinder sind wütend auf die verstorbene Person, weil sie „weggegangen“ ist und nun wirklich nicht zum nächsten Geburtstag oder an Weihnachten dabei ist. Andere Kinder richten ihre Wut gegen andere Kinder, weil es ungerecht ist, dass „bei denen alles in Ordnung ist“, während sich in ihrem Leben so viel verändert hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wieder andere Kinder sind wütend auf den verbliebenen Erwachsenen, weil auch er oder sie den Tod nicht verhindert hat. Der Wutausbruch, der sich an einem verlorenen Spiel oder einem verpatzten Torschuss entzündet, kann eine Trauerreaktion sein, auch wenn das Kind selbst es in diesem Moment nicht mit der Trauer in Verbindung bringt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wut zulassen statt verbieten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">So herausfordernd wütendes Verhalten auch sein kann: Es ist wichtig, die Gefühle des Kindes ernst zu nehmen. Sätze wie „Du darfst nicht wütend sein“ oder „Reiß dich zusammen“ vermitteln dem Kind, dass seine Gefühle falsch sind. Hilfreicher ist es, die Emotion zu benennen und zu spiegeln: „Ich sehe, wie wütend du gerade bist. Das hat bestimmt mit dem zu tun, was passiert ist.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grenzen bleiben dabei wichtig. Wut darf da sein, aber niemand darf dabei verletzt werden. Kinder brauchen Unterstützung, um sichere Wege zu finden, ihre Gefühle auszudrücken – zum Beispiel durch Bewegung, kreatives Gestalten, Rollenspiele oder Gespräche.<br></p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie Erwachsene unterstützen können</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Ruhe herstellen durch Co-Regulation</strong><br>Bleib selbst ruhig, geh auf Augenhöhe und sprich langsam. Kinder können sich in starken Gefühlen noch nicht selbst regulieren – sie „leihen“ sich deine Ruhe. Ein ruhiger Satz wie: „Ich bin da. Du bist gerade sehr wütend.“ wirkt oft deeskalierend.</li>



<li><strong>Gefühl benennen statt diskutieren</strong><br>Vermeide Erklärungen oder Ermahnungen im Wutmoment. Benenne stattdessen das Gefühl:<br>„Du bist richtig wütend, weil das Spiel vorbei ist.“<br>Das hilft dem Kind, sich verstanden zu fühlen, und senkt die innere Spannung.</li>



<li><strong>Körperlich Druck abbauen lassen</strong><br>Wut sitzt im Körper. Kurzfristig helfen erlaubte, sichere Ventile:<br>– fest auf den Boden stampfen<br>– ein Kissen drücken oder werfen<br>– die Wand „wegschieben“<br>Bewegung hilft schneller als Worte.</li>



<li><strong>Klare, ruhige Grenzen setzen</strong><br>Wut ist erlaubt – verletzendes Verhalten nicht. Formuliere klar und knapp:<br>„Du darfst wütend sein. Ich lasse nicht zu, dass du haust.“<br>Das gibt Orientierung, ohne das Gefühl abzuwerten.</li>



<li><strong>Rückzugsort oder Mini-Pause anbieten</strong><br>Manche Kinder brauchen kurz Abstand. Ein ruhiger Ort, eine Decke, ein Kuscheltier oder ein paar tiefe Atemzüge gemeinsam helfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Wichtig: nicht als Strafe, sondern als Unterstützung.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn sich eine Familie an die Wolkenschieber wendet, weil das Kind ungewöhnlich viele Wutausbrüche in der Kita oder in der Schule zeigt, überlegen wir gemeinsam, ob die Trauer auch durch ein anderes Ventil abfließen kann. Manchen Familien hilft, eine neue Routine einzuführen, wie ein Gute-Nacht-Gruß in den Himmel oder eine Kerze, die bei jedem Abendessen für den Verstorbenen angezündet wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Manche Familien füllen gemeinsam ein Erinnerungsbuch aus oder basteln Kleinigkeiten, die aufs Grab oder an die Gedenkstelle gelegt werden können. Manchmal hilft auch ein selbstgemachter Stressball oder kreative Arbeit mit Ton, in den die ganze Wut einmal gezielt abfließen kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wut ist ein natürlicher Teil der Kindertrauer. Sie zeigt, wie tief der Verlust wirkt. Kinder brauchen Erwachsene, die ihre Gefühle ernst nehmen, Halt geben und ihnen zeigen: Du bist mit deiner Trauer und deiner Wut nicht allein.</p>
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